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So schreiben Sie gute Prompts für ChatGPT, Claude & Co.

Künstliche Intelligenz kann im Alltag viel Arbeit erleichtern. Sie kann Texte vorbereiten, Ideen sortieren, E-Mails verständlicher formulieren, Anleitungen erklären oder beim Planen helfen.

Trotzdem entsteht schnell Frust: Die Antwort ist zu allgemein, zu lang, zu technisch oder trifft nicht das, was man eigentlich wollte.

Oft liegt das nicht daran, dass das KI-Werkzeug grundsätzlich schlecht ist. Häufig fehlt einfach ein klarer Auftrag.

Mit gutem Prompt Engineering lassen sich die Antworten von KI-Systemen wie Claude AI, ChatGPT oder Gemini deutlich verbessern.

KI Prompt-Tipps

Kurz gesagt

Ein guter Prompt ist nichts anderes als eine verständliche Arbeitsanweisung an die KI.

Je genauer Sie beschreiben, welche Rolle die KI einnehmen soll, was sie tun soll, welchen Zusammenhang sie kennen muss und in welcher Form das Ergebnis erscheinen soll, desto brauchbarer wird die Antwort.

Das gilt nicht nur für Claude, sondern auch für ChatGPT, Gemini, Copilot und viele andere KI-Assistenten.


Warum gute Prompts im Alltag so wichtig sind

Viele Menschen starten mit einer sehr kurzen Anfrage wie:

„Schreib mir einen Text.“

Die KI weiss dann aber nicht, ob der Text für eine Website, eine E-Mail, einen Flyer, einen Facebook-Beitrag oder eine interne Notiz gedacht ist. Sie kennt auch nicht automatisch die Zielgruppe, den gewünschten Ton, die Länge oder den Zweck.

Besser ist es, der KI etwas mehr Orientierung zu geben.

Zum Beispiel:

„Schreib mir eine kurze, freundliche E-Mail an eine Kundin. Es geht darum, einen Termin zu verschieben. Der Ton soll ruhig, höflich und verständlich sein. Bitte keine langen Erklärungen.“

Schon mit wenigen Zusatzinformationen wird aus einer allgemeinen Anfrage ein deutlich brauchbarerer Auftrag.


Die 6 Bausteine eines guten Prompts

Im Video werden sechs Bausteine genannt, die bei guten Prompts besonders hilfreich sind. Diese Struktur eignet sich auch sehr gut für den Alltag.


1. Rolle: Wer soll die KI sein?

Weisen Sie der KI eine passende Rolle zu.

Zum Beispiel:

„Du bist ein erfahrener IT-Berater für kleine Unternehmen.“

Oder:

„Du bist eine geduldige Person, die technische Themen einfach erklärt.“

Die Rolle hilft der KI, den richtigen Blickwinkel einzunehmen.


2. Aufgabe: Was soll die KI tun?

Beschreiben Sie klar, was erledigt werden soll. Am besten beginnt die Aufgabe mit einem Tätigkeitswort.

Zum Beispiel:

„Analysiere diesen Text.“

„Erstelle eine Checkliste.“

„Formuliere diese E-Mail freundlicher.“

„Erkläre dieses Thema einfach.“

So weiss die KI, welche Art von Ergebnis erwartet wird.


3. Kontext: Worum geht es genau?

KI-Systeme kennen Ihre Situation nicht automatisch. Darum hilft Hintergrundinformation.

Zum Beispiel:

„Die Zielgruppe sind Privatpersonen ab 60 Jahren im Raum Spiez und Thun.“

Oder:

„Der Text ist für einen kleinen Verein gedacht, der seine Mitglieder verständlich informieren möchte.“

Kontext macht Antworten konkreter und passender.


4. Vorgehen: Wie soll die KI arbeiten?

Bei komplexeren Aufgaben ist es hilfreich, der KI einen kleinen Fahrplan zu geben.

Zum Beispiel:

„Prüfe zuerst den Text auf Verständlichkeit. Danach kürze ihn. Am Schluss erstelle eine freundlichere Version.“

Oder:

„Gehe in drei Schritten vor: zuerst Problem erkennen, dann Lösung vorschlagen, danach eine kurze Checkliste erstellen.“

So wird die Antwort strukturierter.


5. Stoppkriterien: Was soll die KI vermeiden?

Grenzen sind wichtig. Sie verhindern, dass die Antwort zu lang, zu technisch oder unpassend wird.

Zum Beispiel:

„Verwende keine Fachbegriffe.“

„Schreibe maximal 500 Wörter.“

„Mache keine übertriebenen Versprechen.“

„Formuliere ruhig und verständlich.“

Gerade für kleine Betriebe, Vereine oder Privatpersonen ist das sehr nützlich.


6. Output: In welcher Form soll das Ergebnis erscheinen?

Sagen Sie der KI, wie das Ergebnis aufgebaut sein soll.

Zum Beispiel:

„Bitte als Tabelle.“

„Bitte als kurze Liste mit fünf Punkten.“

„Bitte als E-Mail mit Betreff, Anrede und Grussformel.“

„Bitte als Website-Text mit Überschrift, Einstieg und Abschluss.“

Das spart viel Nacharbeit.


Ein einfacher Prompt-Baukasten

Für den Alltag reicht oft diese Struktur:

„Du bist …
Ich brauche …
Für diese Zielgruppe …
Gehe so vor …
Vermeide …
Gib das Ergebnis als … aus.“

Ein Beispiel:

„Du bist ein geduldiger IT-Helfer. Ich brauche eine einfache Erklärung, warum Backups wichtig sind. Die Zielgruppe sind Privatpersonen im Raum Spiez und Thun. Gehe in drei Schritten vor: zuerst das Problem erklären, dann eine einfache Lösung zeigen, danach eine kurze Checkliste erstellen. Vermeide Fachbegriffe. Gib das Ergebnis als kurzen Website-Text mit Überschrift und drei Absätzen aus.“

Mit einem solchen Prompt bekommt die KI deutlich mehr Orientierung.


Fortgeschrittene Prompt-Techniken einfach erklärt

Neben den Grundbausteinen zeigt das Video auch einige fortgeschrittene Techniken. Diese klingen teilweise technisch, lassen sich aber einfach anwenden.


Few-Shot Prompting: Beispiele mitgeben

Bei dieser Methode geben Sie der KI ein bis drei Beispiele für das gewünschte Ergebnis.

Zum Beispiel:

„Hier ist ein Beispiel, wie unser Stil klingen soll: …
Bitte schreibe den neuen Text ähnlich.“

Das hilft der KI, Ton, Länge und Aufbau besser zu treffen.


Schrittweises Vorgehen bei komplexen Aufgaben

Bei schwierigeren Fragen hilft es, die KI nicht einfach direkt nach der fertigen Antwort zu fragen, sondern sie um ein nachvollziehbares, schrittweises Vorgehen zu bitten.

Zum Beispiel:

„Gehe Schritt für Schritt vor und erkläre kurz, warum du diese Lösung vorschlägst.“

Das kann besonders hilfreich sein, wenn es um Planung, Vergleiche, Entscheidungen oder technische Probleme geht.

Wichtig ist: Die KI soll nachvollziehbar erklären, wie sie zum Ergebnis kommt. Interne Gedankengänge müssen dafür nicht vollständig offengelegt werden.


Prompt Chaining: Grosse Aufgaben in kleine Schritte teilen

Nicht jede Aufgabe sollte in einen einzigen riesigen Prompt gepackt werden.

Oft ist es besser, eine Aufgabe aufzuteilen.

Zum Beispiel:

  1. Zuerst Ideen sammeln
  2. Danach die besten Ideen auswählen
  3. Danach einen Textentwurf schreiben
  4. Danach den Text kürzen und verbessern

Dieses Vorgehen nennt man Prompt Chaining. Es ist besonders nützlich für Website-Texte, Social-Media-Beiträge, Konzepte oder grössere Dokumente.


Self-Reflection: Die KI ihre Antwort prüfen lassen

Nach einer ersten Antwort kann man die KI bitten, das Ergebnis kritisch zu prüfen.

Zum Beispiel:

„Prüfe deine Antwort auf Verständlichkeit, mögliche Fehler und unklare Stellen. Verbessere sie danach.“

Das ersetzt keine menschliche Kontrolle, kann aber helfen, offensichtliche Schwächen zu finden.

Gerade bei Fakten, Preisen, rechtlichen Themen oder medizinischen Fragen sollte man sich trotzdem nicht blind auf eine KI-Antwort verlassen.


Structured Output: Ein klares Format vorgeben

Wenn die Antwort weiterverarbeitet werden soll, lohnt sich ein genaues Ausgabeformat.

Zum Beispiel:

„Gib das Ergebnis als Tabelle mit den Spalten Thema, Empfehlung und nächster Schritt aus.“

Oder:

„Erstelle eine Liste mit maximal fünf Punkten. Jeder Punkt soll aus einer kurzen Überschrift und einem Satz Erklärung bestehen.“

Das ist besonders hilfreich für Checklisten, Inhaltspläne, Aufgabenlisten, FAQ-Texte oder strukturierte Notizen.


Wichtig: Keine sensiblen Daten unüberlegt eingeben

So hilfreich KI sein kann: Nicht alles gehört in ein KI-Fenster.

Persönliche Daten, Passwörter, interne Kundendaten, vertrauliche Dokumente oder medizinische Informationen sollten nicht einfach in frei zugängliche KI-Dienste kopiert werden.

Für viele Alltagsaufgaben reicht es, Informationen zu anonymisieren.

Statt:

„Hier ist die Rechnung von Frau Müller mit Adresse und Kundennummer …“

besser:

„Hier ist ein Beispieltext einer Rechnung ohne persönliche Daten. Bitte formuliere die Zahlungserinnerung freundlich um.“

So bleibt der Nutzen erhalten, ohne unnötige Risiken einzugehen.


Lokaler Bezug: KI sinnvoll nutzen in Spiez, Thun und Berner Oberland

Auch für kleine Betriebe, Vereine und Privatpersonen in Spiez, Thun und im Berner Oberland wird KI immer alltagstauglicher.

Sie kann helfen bei:

Texten für Website, Verein oder Betrieb
E-Mails und Antwortvorlagen
Ideen für Beiträge und Kundeninformationen
einfachen Erklärungen technischer Themen
Strukturierung von Notizen, Protokollen oder Aufgaben
Vorbereitung von Checklisten und Anleitungen

Wichtig ist nicht, jedes neue KI-Werkzeug sofort perfekt zu beherrschen. Viel hilfreicher ist ein ruhiger Einstieg mit klaren, sicheren und verständlichen Anwendungen.


Wie EIL-Support helfen kann

EIL-Support unterstützt Privatpersonen, Selbständige, Vereine und kleine Betriebe dabei, KI-Werkzeuge verständlich und sinnvoll zu nutzen.

Wir helfen zum Beispiel dabei:

geeignete KI-Anwendungen für den Alltag einzuordnen
erste sinnvolle Prompts zu formulieren
KI-Antworten kritisch zu prüfen
einfache Vorlagen für wiederkehrende Aufgaben zu erstellen
Datenschutz und sensible Informationen im Blick zu behalten
KI in bestehende Abläufe einzubinden, ohne alles neu zu machen

Dabei geht es nicht um komplizierte Theorie, sondern um praktische Hilfe im Alltag.


Fazit

Gute KI-Antworten beginnen mit guten Arbeitsanweisungen.

Wer der KI klar sagt, welche Rolle sie einnehmen soll, welche Aufgabe zu lösen ist, welcher Kontext wichtig ist und wie das Ergebnis aussehen soll, erhält meist deutlich bessere Resultate.

Schon kleine Anpassungen machen einen grossen Unterschied.

Wenn Sie KI im Alltag nutzen möchten, aber nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, unterstützen wir Sie gerne ruhig, verständlich und praxisnah.

Schreiben Sie uns gerne eine Nachricht. Gemeinsam schauen wir, welche KI-Anwendungen für Ihren Alltag wirklich sinnvoll sind.


Interessante Angebote

Weiterführende Beiträge im IT-Ratgeber

FAQ

Was ist ein Prompt?

Ein Prompt ist eine Eingabe oder Anweisung an eine KI. Das kann eine Frage, ein Auftrag, ein Textentwurf oder eine Kombination aus mehreren Informationen sein.

Was bedeutet Prompt Engineering?

Prompt Engineering bedeutet, Anfragen an eine KI so zu formulieren, dass bessere und passendere Antworten entstehen. Es geht dabei weniger um Technik und mehr um klare Kommunikation.

Welche Bausteine gehören zu einem guten Prompt?

Hilfreich sind sechs Bausteine: Rolle, Aufgabe, Kontext, Vorgehen, Stoppkriterien und Output. Damit weiss die KI besser, was erwartet wird.

Muss ein Prompt kompliziert sein?

Nein. Ein guter Prompt muss nicht technisch sein. Wichtig ist vor allem, dass er klar beschreibt, was Sie brauchen, für wen die Antwort gedacht ist und wie das Ergebnis aussehen soll.

Was ist Few-Shot Prompting?

Dabei geben Sie der KI ein oder mehrere Beispiele für das gewünschte Ergebnis. So erkennt die KI besser, welchen Stil, Aufbau oder Ton Sie erwarten.

Was ist Prompt Chaining?

Prompt Chaining bedeutet, eine grössere Aufgabe in mehrere kleine Prompts aufzuteilen. Das ist oft übersichtlicher und führt zu besseren Ergebnissen.

Darf ich Kundendaten in KI-Tools eingeben?

Vertrauliche oder persönliche Daten sollten nicht unüberlegt in frei zugängliche KI-Dienste eingegeben werden. Häufig ist es besser, Daten zu anonymisieren oder mit Beispielen ohne persönliche Angaben zu arbeiten.

Kann EIL-Support beim Einstieg in KI helfen?

Ja. EIL-Support unterstützt beim verständlichen Einstieg, bei einfachen Prompt-Vorlagen, beim Einordnen von KI-Werkzeugen und bei der sicheren Nutzung im Alltag.

Möchten Sie KI im Alltag einfacher und sicherer nutzen?

EIL-Support hilft Ihnen beim Einstieg in ChatGPT, Claude, Gemini und andere KI-Werkzeuge – ruhig, verständlich und praxisnah.

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